By: Marleen van Balkom On: April 20, 2016 In: Metabolit des Monats Comments: 0

Der Frühling ist da, die Sonne scheint und jeder spricht von Vitamin D! Was aber macht es so unglaublich wichtig für unsere Gesundheit?

Trotz seines Namens ist Vitamin D streng genommen gar kein Vitamin, sondern wird unter Experten als Hormon bezeichnet. Hormone können wir selbst herstellen, während Vitamine mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Vitamin D wird in der Haut, Leber und den Nieren synthetisiert, sowie mit verschiedenen Nahrungsmitteln aufgenommen und in vielen verschiedenen Zellen im ganzen Körper benötigt. Für gewöhnlich wird dieser durch die Messung von 25(OH)D bestimmt, da dies das Prähormon von Vitamin D ist, das in der Leber produziert wird und im Blut zirkuliert.

Damit unser Körper genug Vitamin D herstellen kann, reicht es aus, Gesicht, Arme, Beine oder Rücken zweimal wöchentlich für 5-30 Minuten in die Sonne zu halten. Je höher dabei der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme, desto länger sollte die Sonneneinstrahlung erfolgen.

Trotzdem können saisonal bedingte Unterschiede in der Verfügbarkeit von Sonnenlicht dazu führen, dass es im Winter zu einem Absinken des Vitamin D-Spiegels im Blut kommt. Vitamin D wird hauptsächlich im Fettgewebe gespeichert und nach und nach ins Blut abgeben, wenn die Vitamin D-Synthese im Winter absinkt. Aus diesem Grund ist der Vitamin D-Spiegel Ende des Winters am niedrigsten.

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Monatliche Änderung des Vitamin D-Spiegels in gesunden Erwachsenen (Alter 45) aus Großbritannien. (Hyppönen & Power, 2007)

Bestimmte Bevölkerungsgruppen haben ein erhöhtes Risiko, an einer Vitamin D-Insuffizienz zu leiden. Dazu gehören ältere Menschen, Menschen, die in nördlichen Breitengraden leben, dunkelhäutige Menschen und Babys, die gestillt werden.

Vitamin D ist vor allem für die Knochendichte wichtig und zu geringe Blutspiegel können zu Rachitis bzw. Osteomalazie (Knochenerweichung) bei Erwachsenen führen. Der Vitamin D-Metabolismus ist wichtig für die Mineralisierung der Knochen, da es die Aufnahme und Verteilung von Calcium im Körper reguliert. Außerdem geben wissenschaftliche Studien Hinweise auf weitere Funktionen von Vitamin D für die Gesundheit: Niedrige Blutwerte könnten zu einer Steigerung des Risikos für verschiedene Krebsarten und Herz-Kreislauferkrankungen führen. Allerdings sind die meisten dieser Zusammenhänge noch nicht abschließend erforscht. Wir hoffen, dass wir möglichen Zusammenhänge von Vitamin D und verschiedenen Volkskrankheiten mit Kenkodo erweitern können!

Leider ist die Aufnahme von Vitamin D durch die Ernährung nur unzureichend möglich, da nur sehr wenige Nahrungsmittel, u.a. Fisch, Vitamin D enthalten. Während in den USA und Kanada Milchprodukte mit Vitamin D versetzt werden, können Europäer meist nicht ausreichend Vitamin D durch die Nahrung zu sich nehmen. Daher kann eine zusätzliche Gabe von Vitamin D-Supplementen, meist in Verbindung mit Calcium, hilfreich sein, wenn der Vitamin D-Bedarf nicht durch Eigensynthese bei Sonne gedeckt werden kann.

Verschiedene Institutionen wie das American Institute of Medicine oder die Europäische Aufsichtsbehöred für Lebensmittelsicherheit veröffentlichen regelmäßig Empfehlungen für die tägliche Einnahme von Vitamin D, die meist zwischen 200-800 IU (= international Unit) pro Tag liegt.

Bist du ein Kenkodo-Beta Tester, dann schau Dir Deinen Vitamin D-Verlauf auf my.kenko.do an!
Wenn Du bereits seit mehreren Monaten Proben nimmst, kannst du eventuell schon Unterschiede in der Jahreszeit sehen.

Sobald Du im Juni mit Kenkodo weiter machen kannst (Wir hoffen, dass die neuen Kenkodo-Kits bis dahin fertig sind!), kannst Du deinen Vitamin D-Spiegel über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen und mit anderen Kenkodo-Nutzern vergleichen können! Wir sind gespannt, wie sich die Vitamin D-Spiegel aller Kenkodo-Nutzer über den Verlauf eines Jahres ändern werden! 🙂

Hab einen sonnigen Tag!

Weitere Informationen:

Hypovitaminosis D in British adults at age 45 y: nationwide cohort study of dietary and lifestyle predictors
Hyppönen & Power, 2007 http://ajcn.nutrition.org/content/85/3/860.short

Harvard School of Public Health
http://www.hsph.harvard.edu/nutritionsource/vitamin-d/

European Food Safety Authority
http://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/scientific_output/files/main_documents/2813.pdf

Vitamin D and cancer – Vuolo et al., 2012
https://www.researchgate.net/profile/Annamaria_Colao/publication/225079618_Vitamin_D_and_cancer/links/00463516534a1145a9000000.pdf

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/

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